Bett

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Konstruktion- Allgemein

Nachdem der erste Versuch, die Strichzeichnung des Innenausbaus in eine Stückliste zu überführen, kläglich scheiterte, wurde sie gesamte Planung des Innenausbaus mit Hilfe eines CAD Programms ausgeführt. Es kostet zwar mindestens ein komplettes Wochenende sich in die Software und deren Bedienung einzufuchsen, wenn man keinerlei Vorkenntnisse hat, aber in Hinblick auf den gesamten zeitlichen Aufwand hat sich das absolut gelohnt.

Für die Konstruktion wurden die von Item zur Verfügung gestellten CAD Modelle der Profile als Grundlage verwendet. Allerdings wurden nur die Profile an sich in der Konstruktion berücksichtigt. Wo beim Zusammenbau ein Verbinder eingesetzt werden muss, wurde dann operativ im beim Zusammenbau entschieden. Die benötigte Anzahl wurde vorab grob abgeschätzt und dann bestellt. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt. Lediglich Winkel die für die Verstärkung bestimmter Teile vorgesehen wurden, sind in der Zeichnung berücksichtigt, da dies den späteren Zusammenbau vereinfacht.

Grundsätzlich wurde der Innenausbau in die folgenden Baugruppen aufgeteilt:

  • Bett Untergestell
  • Staufächer über dem Bett
  • Unterschrank Herd
  • Unterschrank Spüle

Diese wurden einzeln unter Berücksichtigung der genommenen Aufmaße konstruiert und dann zu einem Gesamtbild zusammengesetzt. Dadurch konnte für jede Baugruppe eine eigene Ansicht aus drei Richtungen inklusive der zugehörigen Stückliste generiert werden, was für den Zusammenbau ein großer Vorteil ist.

Ausgangspunkt aller Planungen waren die (mehrfach gemessenen) Innenmaße des Fahrzeugs, sowie der vorab grob skizzierte Grundriss. Letzterer ist das Ergebnis ausgiebiger Recherchen auf den Internetseiten diverser Hersteller, sowie die intensive Lektüre zahlreicher Internetforen und Webseiten anderer Selbstausbauer.

Bei der Planung des Grundrisses ist zu beachten, dass die Durchgänge ausreichend breit sind der TÜV prüft das bei der Abnahme. Eine Breite von 50cm sollte hier auf keinen Fall unterschritten werden!

Der Erstentwurf für den hier realisierten Grundriss in Form einer einfachen Skizze findet sich hier:

Bus Layout erster Entwurf

Der tatsächlich realisierte Innenausbau weicht in kleinen Details ab, folgt aber im Wesentlichen der hier dargestellten Skizze.

Auf der ersten Seite ist das Layout in der Draufsicht dargestellt. Das große Oval soll ein Surfbrett darstellen. Das Heck des Fahrzeugs befindet sich in dieser Skizze unten, die Front folglich oben. Im Heck eingebaut ist das Doppelbett vorgesehen. Die Breite beträgt 1,40m, was auf einer Seite noch Platz für Staufächer lässt. Unter dem die Oberkante des Bettes schließt mit der Unterkante der Fenster ab. Diese befindet sich 75cm über dem Boden. Zieht man 20cm für Lattenrost und Matratze ab, bleiben 55cm lichte Höhe unter dem Bett und damit ein großzügiger Stauraum.

Auf der Rechten Fahrzeugseite zwischen dem Stirnende des Bettes und der (schraffiert dargestellten) Trittstufe am Eingang der Schiebetür, befindet sich ein 30cm tiefer Schrank mit einer Höhe von 75cm (Unterkante Fenster) auf den im Bereich der Schiebetür ein für Innenräume zugelassener Kartuschenkocher vom Typ Campinggaz Bistro mit Stopgasfunktion” befestigt ist. Auf der linken Seite schließt sich ans Bett ein 95cm hoher und 94cm tiefer Schrank mit eingelassenem Spülbecken an. Die Tiefe ist deshalb so großzügig gewählt, da der untere Teil dieses Schranks den Stauraum für die Surfbretter bildet.

Vor dem Spülenunterschrank befindet sich eine 4er Sitzgruppe mit Tisch. Hier wurden 4 der vorhandenen Bussitze verwendet. Zwei Sitze befinden sich in den Originalbefestigungen und sind damit als reguläre Sitzplätze zugelassen. Die anderen beiden Sitze sind verschiebbar entgegen der Fahrtrichtung montiert. Bei Ankunft werden diese Sitze in Richtung Fahrersitz verschoben. Damit genügend Platz zum Sitzen am Tisch bleibt muss der Fahrersitz dazu in die vorderste Position geschoben werden.

Sollten einmal mehr Sitze benötigt werden, kann der Tisch mit wenigen Handgriffen demontiert werden und die beiden Sitze in Fahrtrichtung in die zugelassenen Befestigungspunkte geschraubt werden. Dann ist der Bus für 5 Personen plus Fahrer zugelassen.

Über dem Bett sind an drei Seiten umlaufende Staufächer vorgesehen. Diese stehen auf 4 Stützen, die mit dem Bett verschraubt sind.

 

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Materialauswahl

Die Möbel sind aus Aluminium Systemprofilen mit 40x40mm Kantenlänge und einer 8mm Nut (Item Raster) aufgebaut. In die Nuten sind 6mm Sperrholzplatten mit Phenolharzoberfläche aus dem Flightcasebau eingesetzt.

Die Systemprofile lassen sich leicht montieren, sind rostfrei und sehr robust. Außerdem bieten Sie eine hohe Stabilität bei gleichzeitig vergleichsweise geringem Gewicht. Außerdem gibt es diverse Zubehörteile wie Winkel, Bodenbefestigungen, Laufrollen für Schiebetüren, Scharniere etc.

Weiterhin sind für die Profile und die Verbindungselemente Datenblätter und Berechnungsformeln für die Auslegung der mechanischen Belastungen verfügbar. Das ist zum Einen ein riesen Vorteil bei der TÜV-Abnahme und bewahrt darüber hinaus ganz grundsätzlich vor unschönen Überraschungen. Wer möchte schon gerne bei der ersten Übernachtung mit dem Bett in den Laderaum absacken oder schlimmer, nach einer Vollbremsung seinen Koffer neben sich im Cockpit einsammeln müssen.

Außerdem lassen sich die Profile durch die duchgehende Nut sehr einfach mit Nutsteinen, Schrauben und Winkeln mit im Fahrzeug vorhandenen Befestigungspunkten Verbinden. In unserem Fall waren das vor allem ehemalige Befestigungspunkte von Sitzen die wir ausgebaut hatten und im Boden eingelassene Airlineschienen, die ursprünglich der Befestigung von Rollstühlen samt Insassen dienten.

Wie Eingangs erwähnt, wurden für den Möbelbau wasserfest verleimte Sperrholzplatten aus dem Flightcasebau verwendet. Flightcases sind die Transportkisten in denen Bands üblicher Weise ihre Technik, die Instrumente und den ganzen anderen Plunder für den Transport verpacken. Das Material ist also robust, wasserfest und wird in großen Stückzahlen produziert. Außerdem ist die Oberfläche sehr unempfindlich, die Platten quellen und verziehen sich nicht und sind zudem auch sehr stabil. Der letzte Punkt ist vor allem in Hinblick auf die Haltbarkeit der Möbel im Falle eines Unfalls relevant. Schließlich stellt dies die maximal auftretende Belastung für den Innenausbau dar.

Die Sperrholzplatten gibt es in unterschiedlichen Stärken und wahlweise mit einem PVC Folienüberzug (mit und ohne Gegenzugfolie auf der Rückseite) in Natur oder, wie in diesem Fall verwendet, mit einer beidseitigen Phenolharzbeschichtung. Das sieht gut aus, da die Maserung des Holzes noch durchscheint und es gibt eine Menge unterschiedlicher Farbtöne. Außerdem sind die Platten auch für Kinderspielplätze zertifiziert, weswegen davon ausgegangen werden kann, dass keine gesundheitsschädlichen Stoffe verwendet wurden. Bei Baumarktware ist das wohl teilweise nicht immer so. Im hier beschriebenen Ausbau wurde ein goldgelber Farbton gewählt. Der Innenraum wirkt dadurch freundlich und warm ohne den “Charme” eines klassischen Wohnmobilausbaus von er Stange zu versprühen. Beim Kauf sollte man unbedingt auf die Herkunft des Holzes achten. Das oft verwendete günstige Sperrholz aus Fernost ist nicht annähernd so stabil wie ein europäisches Birkensperrholz. Eine Tatsache, die sich natürlich auch im Preis bemerkbar macht.

Um den Ausbau “knarzfrei” zu machen und der Tasache Rechnung zu tragen, das ein Kastenwagen nun einmal aus Metall besteht welches sich je nach Temperatur ausdehnt oder zusammenzieht und sich während der Fahrt auch durchaus verwindet, wurden die Kanten der Platten mit selbstklebenden Moosgummistreifen eingefasst und dann in die Nuten der Aluminiumprofile eingesetzt. Ein Vorgehen, welches sich 100% bewährt hat. selbst auf einer holperigen Forststrasse in der Mecklenburgischen Einöde blieb der Innenausbau komplett geräuschfrei.

Die Aluminiumprofile gibt es von verschiedenen Herstellern. Die größten sind Bosch und Item. Beide Firmen bieten alles erdenkliche Zubehör an, lassen sich das aber auch fürstlich bezahlen. Da die Profile unterschiedlich dimensioniert sind, sind sie nicht untereinander kompatibel. Für die Vorplanung gibt es zahlreiche Kataloge bei den Herstellern im Internet. Papierversionen werden auf Anfrage verschickt. Außerdem bieten einige Hersteller auch CAD Modelle der Profile zum Download an. Mit Hilfe der geeigneten Software kann der Innanausbau dann sehr komfortabel am heimischen Rechner geplant werden. Mehr dazu ist im Artikel Konstruktion beschrieben.

Die Profile und Verbindungselemente für das hier beschrieben Fahrzeug wurden per Internet bei Motedis bestellt.

Die verwendeten Sperrholzplatten habe ich direkt über die Firma don’t panic bezogen. Das Unternehmen arbeitet integrativ, d.h. mit behinderten Menschen und kooperiert eng mit sozielen Einrichtungen. Darüber hinaus legt es großen Wert auf ökologische Gesichtspunkte bei der Herstellung von Flightcases für spezielle Anwendungen.  Obwohl mein Anliegen überhaupt nichts mit dem Kerngeschäft zu tun hatte, war es von Beginn an ein außerordentlich freundlicher Kontakt. Sicherlich wären die Bretter anderswo günstiger zu haben gewesen, aber die Qualität ist Spitze und außerdem finde ich es wichtig Geschäftsmodelle wie das oben beschreibene zu unterstützen. Bei don’t panic arbeitet wirklich ein tolle Team! Vielen Dank an dieser Stelle!

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Anforderungen an den Innenausbau

Bereits vor dem Kauf des Fahrzeugs wurden einige Vorüberlegungen zur späteren Verwendung getroffen. Das ist vor allem deshalb empfehlenswert, da dadurch bestimmte Mindest- bzw. Maximalmaßer ermittelt werden können, die das Fahrzeug erfüllen muss. Die Anzahl der in Frage kommenden Fahrzeuge reduziert sich damit unter Umständen drastisch.

In unserem Fall wollten wir beispielsweise unsere Surfbretter von 2,85m Länge im Inneren des Busses unterbringen können. Der Laderaum des gesuchten Fahrzeuges musste also mindestens diese Länge haben. Außerdem war uns Stehhöhe wichtig, damit kamen nur Fahrzeuge mit Hoch- oder Hubdach in Frage. Allein dadurch haben sich die in Frage kommenden Suchergebnisse in den einschlägigen Autobörsen auf einen überschaubaren Wert reduziert.

Die Randbedingungen für den hier beschriebenen Ausbau lauteten wie folgt:

  • Fest eingebautes Doppelbett, damit nicht jeden Abend erst umgebaut werden muss
  • Kochgelegenheit mit Kartuschen um keinen Gas TÜV zu benötigen
  • Spüle
  • Kühlschrank /oder -box mit 12V Kompressor
  • Sitzgruppe inkl. Tisch für 4 Personen
  • Surfmaterial soll komplett im Bus verstaut werden können
  • Ausreichend Wasser und Batteriekapazität für ein Wochenende (48Std.)
  • Standheizung
  • Fenster
  • Dachluke, zur besseren Belüftung im Sommer
  • Nutzbarkeit von Frühjahr bis Herbst als Campingfahrzeug im Winter für einzelne Übernachtungen
  • Auf Dusche und Toilette wurde verzichtet, da wir normaler Weise auf Campingplätzen übernachten

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit habe ich die aus meiner Sicht wichtigsten Punkte in einer Checkliste zusammengefasst:

Buscheckliste PDF Buscheckliste Excel

(Die Verwendung dieser Checkliste für private Zwecke ist ausdrücklich gestattet und selbstverständlich kostenlos!)

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Wasser

 

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Elektrik

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